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Logo Es wird besser Österreich Die zentrale Botschaft des Projekts für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente (LGBT-)Jugendliche war und ist: Es wird besser.

Verhütung

Sex macht Spaß, kann aber auch unerwünschte Folgen haben. Ohne passende Verhütung kannst du auch beim ersten Mal schwanger werden oder dich mit einer sexuell übertragbaren Infektion anstecken.

Um das für dich passende Verhütungsmittel auszuwählen, lässt du dich am besten bei deiner Frauenärztin/deinem Frauenarzt oder in einer Beratungsstelle informieren.
Wichtig für die Wahl ist die Wirksamkeit und Sicherheit einer Methode, aber auch, ob du sie leicht erhalten kannst (zum Beispiel im Supermarkt, im Drogeriemarkt, in der Apotheke) oder ob du ein Rezept von einer Ärztin oder einem Arzt dafür brauchst. Außerdem solltest du dich mit der Methode vertraut machen und sie gerne anwenden. Nicht jede Methode ist für Jugendliche geeignet.

Sicherheit einer Verhütungsmethode

Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird mit dem Pearl-Index angegeben. Dabei wird angegeben wie viele von 100 Mädchen und Frauen schwanger werden, wenn sie ein Jahr lang eine Verhütungsmethode anwenden und regelmäßigen Geschlechtsverkehr haben. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist eine Methode. Wenn ein Verhütungsmittel beispielsweise einen Pearl-Index von 1 hat, bedeutet das, dass eine Frau von 100 Frauen schwanger wird, welche diese Methode ein Jahr lang anwenden.

Von Jugendlichen werden Pille und Kondom bevorzugt. Das Kondom kannst du fast überall kaufen, du kannst es immer dabei haben und es schützt dich als einziges Verhütungsmittel auch vor sexuell übertragbaren Infektionen. Die Pille ist sehr sicher und einfach anzuwenden. Vorab muss abgeklärt werden, ob du sie nehmen darfst. Sie muss von einer Ärztin oder einem Arzt verschrieben werden.

Das Kondom (Pearl-Index 2-12)Bild: Kondom

  • du verwendest es bevor der Penis mit der Scheide in Berührung kommt (wegen des Lusttropfens)
  • du musst bei der Öffnung der Packung und beim Abrollen vorsichtig sein (mit den Fingernägel aufpassen)
  • du rollst den dünnen Gummi über den steifen Penis
  • du verhinderst damit, dass der Samenerguss in die Scheide gelangt
  • du ziehst deinen Penis vor dem Erschlaffen aus der Scheide
  • du kaufst es in der Apotheke/Drogeriemarkt/Supermarkt (ab zirka 70 Cent pro Stück)
  • du schützt dich damit auch vor sexuell übertragbaren Infektionen
  • du übst die Anwendung am besten vor dem ersten Mal
  • du achtest auf das Ablaufdatum
  • du setzt es weder extremer Kälte noch Hitze aus
  • du verwendest keine fetthaltigen Gleitcremes, Zäpfchen etc.

Für weitere Information siehe unter www.merhabakondom.at

Die Kombinations-Pille (Pearl-Index 0,1-0,9Bild: Kombinations-Pille

  • du nimmst Hormone
  • du nimmst die Pille täglich ein
  • du nimmst sie 21 oder 28 Tage lang
  • du verhinderst damit den Eisprung
  • deine Regel wird schwächer
  • deine möglichen Regelschmerzen treten seltener auf und
  • dein Zyklus wird regelmäßiger
  • du erhältst ein Rezept dafür bei deiner Ärztin/deinem Arzt (gültig für etwa 6 Monate)
  • du kaufst sie dann in der Apotheke

Das Pflaster (Pearl-Index 0,72-0,9)Bild: Pflaster

  • du verwendest Hormone
  • du verhinderst damit den Eisprung
  • du klebst das 4,5x4,5 cm große Pflaster auf Po oder Bauch oder Oberarm
  • du wechselst es jede Woche und machst eine Pause nach drei Wochen
  • du klebst es jedes Mal an eine andere Stelle
  • du kannst damit duschen, baden, saunieren
  • du erhältst ein Rezept dafür bei deiner Ärztin/deinem Arzt (gültig für etwa 6 Monate)
  • du kaufst es dann in der Apotheke

Der Ring (Pearl-Index 0,4-0,65)Bild: Der Ring

  • du verwendest Hormone
  • du verhinderst damit den Eisprung
  • du setzt den weichen Kunststoffring wie ein Tampon in die Scheide ein
  • du lässt den Ring 3 Wochen in der Scheide
  • du machst eine Woche Pause während der du deine Blutung hast
  • danach setzt du einen neuen Ring ein
  • du erhältst dafür ein Rezept bei deiner Ärztin/deinem Arzt (gültig für etwa 6 Monate)
  • du kaufst sie dann in der Apotheke

Bild: Ring Bild: Ring Bild: Ring

Andere Methoden

Kupferspirale (Pearl-Index 0,9-3,0)Bild: Kupferspirale

Die Spirale wird von deiner Ärztin/deinem Arzt in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort 5 Jahre. Die Spirale verhindert, dass Spermien ein Ei befruchten. Im Falle einer Befruchtung verhindert die Spirale die Einnistung des Eis. Es können verstärkte Monatsblutungen auftreten.

Hormonspirale (Pearl-Index 0,16)Bild: Hormonspirale

Die Spirale wird von deiner Ärztin/deinem Arzt in die Gebärmutter eingesetzt und verbleibt dort 5 Jahre. Sie verdickt den Schleim im Gebärmutterhals und verhindert die Fortbewegung der Samenzellen. Die Regelblutung lässt nach und kann auch ganz aussetzen.

Implantat (Pearl-Index 0,05)Bild: Implantat

Das weiche dünne Kunststoffstäbchen wird von deiner Ärztin/deinem Arzt unter der Haut am Oberarm eingesetzt und verbleibt dort für drei Jahre und wird dann wieder von der Ärztin/dem Arzt entfernt. Es können Zwischenblutungen und Hautunreinheiten auftreten.

Dreimonatsspritze (Pearl-Index 0,3-1,4)Bild: Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze wird von deiner Ärztin/deinem Arzt verabreicht. Durch die Injektion eines Hormons wird der Eisprung drei Monate gehemmt. Es können unregelmäßige Monats- und Schmierblutungen auftreten. Die Nebenwirkungen halten länger als die Wirksamkeit.

Diaphragma/FemCap/Portiokappe (Pearl-Index 1-20)Bild: Diaphragma

Die verschiedenen Formen der Verhütungskappen schützen vor dem Eindringen der Samenzellen in die Gebärmutter. Sie sollten nur mit samenabtötender Creme verwendet werden und müssen von der Ärztin/dem Arzt angepasst werden. Die Verhütungskappen müssen 2 Stunden vor dem Miteinanderschlafen eingesetzt werden und dürfen erst 8 Stunden danach entfernt werden.

Zäpfchen/Gel/Cremes/Tabletten (Pearl-Index 3-21)Bild: Zäpfchen

Die chemischen Methoden müssen vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt werden. Sie hemmen die Beweglichkeit der Samenzellen. Diese Methoden sind sehr unsicher und sollen nur mit Kondomen gemeinsam verwendet werden. Die chemischen Mittel müssen wasserlöslich sein, da fettlösliche das Kondom beschädigen.

Die Sterilisation (Pearl-Index 0,1-0,3)Bild: Sterilisation der Frau Bild: Sterilisation des Mannes

Die Tubenligatur (Sterilisation der Frau) und Vasektomie (Sterilisation des Mannes) sind endgültige Methoden der Verhütung und dürfen erst mit vollendetem 25. Lebensjahr durchgeführt werden. Sie werden unter Vollnarkose (bei Frauen) oder örtlicher Betäubung (bei Männer) im Spital/Ambulatorium oder in der Praxis durchgeführt.
Bei der Sterilisation der Frau werden die Eileiter durchtrennt oder verschlossen. Damit können keine Spermien (Samenfäden) ein reifes Ei befruchten. Das Ei wird von der Schleimhaut aufgesaugt.

Bei der Sterilisation des Mannes werden die Samenleiter durchtrennt und die Spermien können kein reifes Ei mehr befruchten. Die reifen Samenfäden werden im Hoden aufgesaugt. Der Penis wird nach wie vor steif.

Natürliche Familienplanung (Pearl-Index 0,3-5)Bild: Zykluskurve

Dazu zählen Muttermundbetasten, Beobachtung des Vaginalschleims und Temperaturmessen in der Vagina. Die Kombination ermöglicht die Bestimmung der fruchtbaren Tage. Die richtige Anwendung der Methoden muss erlernt werden. Regelmäßiger Zyklus, ausreichend Schlaf, Disziplin und keine Erkrankungen sind Voraussetzung.

Keine Methoden

Coitus Interruptus

Vor dem Samenerguss wird der Penis aus der Scheide gezogen. Es können aber davor schon Spermien in die Scheide gelangen (Lusttropfen).

Tage zählen

Die Länge des Zyklus wird über Monate beobachtet, ein Durchschnittswert wird errechnet. Es wird versucht den Zeitpunkt des Eisprungs und die fruchtbaren Tage einzugrenzen. Dieser Versuch der Bestimmung der fruchtbaren Tage erweist sich oft als unzuverlässig.

Nicht verhüten

Wenn keine Art der Verhütung angewendet wird, bestehen gute Chancen rasch schwanger zu werden.

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