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Sexualpädagogische Workshops in ÖGF-Beratungsstellen, in Schulen, Jugendeinrichtungen

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Logo Es wird besser Österreich Die zentrale Botschaft des Projekts für schwule, lesbische, bisexuelle und transidente (LGBT-)Jugendliche war und ist: Es wird besser.

Schwangerschafts­abbruch

Kann ich nach einem Schwangerschaftsabbruch wieder schwanger werden?

Ja. Ein komplikationslos durchgeführter Schwangerschaftsabbruch beeinträchtigt deine Fruchtbarkeit nicht.

Wann kann ich wieder schwanger werden?

Wenn das nächste Ei in deinem Körper reif ist, das heißt noch vor der nächsten Regelblutung. Nach einem Schwangerschaftsabbruch kann sich dein Eisprung aber verschieben, weil dein Körper eine hormonelle Umstellung durchmacht; möglicherweise kommt dadurch auch deine Regel 2 bis 4 Wochen später.

Welche Komplikationen kann es bei einem Schwangerschaftsabbruch geben?

Beim Eingriff sind Verletzungen der Gebärmutter, nach dem Eingriff sind Infektionen oder starke Blutungen möglich. Komplikationen sind aber sehr selten.

Brauche ich die Einwilligung meiner Eltern, wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch machen will?

Laut Gesetz brauchst du ab dem 15. Lebensjahr keine Zustimmung der Mutter oder des Vaters. Es hängt aber von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt oder dem Spital ab, ab wann sie den Eingriff ohne Zustimmung eines Elternteils durchführen. Sie müssen vor allem den Eindruck haben, dass du einsichts- und urteilsfähig bist und eine wohlüberlegte Entscheidung treffen kannst. Es ist aber ratsam, wenn du dich einer Vertrauensperson mitteilst, da eine solche Situation eine Belastung darstellen kann und die Unterstützung einer nahe stehenden Person eine große Hilfe sein kann.

Stimmt es, dass der erste Schwangerschaftsabbruch gratis ist?

Nein!

Meine Freundin ist schwanger und will einen Schwangerschaftsabbruch machen - wie kann ich ihr helfen?

Du kannst sie zum Eingriff begleiten, sie wieder abholen, sie vor allem auch über ihre Gefühle (Angst vor dem Eingriff, mögliche Schuldgefühle...) reden lassen, ihr zuhören und für sie da sein - nicht nur vor dem Eingriff und am Tag des Schwangerschaftsabbruches, sondern auch später noch, wenn sie es wünscht.

Es kann auch wichtig sein, dass du ihr sagst, wie es dir geht, was du fühlst, wovor du Angst hast oder warum du dich sorgst, was dich belastet.
Überlegt gemeinsam, was ihr an eurer Verhütung verbessern könnt, um nicht nochmals in so eine Situation zu kommen; geht gemeinsam zur Frauenärztin/zum Frauenarzt und holt euch Informationen.

Tragt gemeinsam die Kosten für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch.

Meine Freundin will das Baby bekommen, ich aber nicht. Was kann ich tun?

Rein rechtlich kannst du keinerlei Einfluss darauf nehmen, ob deine Freundin ein Kind bekommt oder nicht. Das ist letztendlich ausschließlich ihre Entscheidung. Auch im umgekehrten Fall (du willst das Baby, aber deine Freundin entscheidet sich für einen Schwangerschaftsabbruch) hast du keinerlei rechtliche Mitbestimmungsmöglichkeit. Du solltest sie auf keinen Fall dazu nötigen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, wenn sie es nicht möchte. Um so eine unangenehme Situation zu vermeiden ist es besonders wichtig, dass Burschen die Entscheidung für die Empfängnisverhütung gemeinsam mit ihrer Partnerin treffen, um sich vor ungeplanten Schwangerschaften zu schützen.